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Renowate-Speed: Erste serielle Sanierung nach vier Monaten abgeschlossen

Im September wurden die acht Gebäude in der Zeppelinstraße per Laserscan digital vermessen, kurz vor Weihnachten übergab Renowate den seriell sanierten Gebäudekomplex schlüsselfertig an die LEG.

180 vorgefertigte Fassadenelemente inkl. Dämmung, Fenstern und Rollläden sowie Lüftung wurden verbaut. | Bild: dena, Fotograf: Jörg Parsick-Mathieu

Die Fertigstellung wurde mit Bewohnern, Nachbarn, Handwerkern und Kommunalpolitikern gefeiert. Das Sanierungsprojekt umfasste eine Gesamtwohnfläche von 2.500 m2, verteilt auf 47 Wohnungen, acht Eingänge und drei Geschosse. Verbaut wurden 180 Fassadenelemente. Die von der estländischen Firma Matek inklusive Dämmung, Fenstern, Rollläden und Lüftungsanlagen vorgefertigten Holzmodule mussten auf der Baustelle nur noch montiert werden. 

Nach der Sanierung haben die Gebäude einen gewaltigen Energiesprung von Energieeffizienzklasse H zu A gemacht – und stehen einem hochmodernen Neubau damit in nichts nach. Der Primärenergiebedarf reduziert sich um 90 Prozent, die CO2-Einsparung liegt bei 570 Tonnen pro Jahr. Die benötigte Restenergie wird durch Ökostrom betriebene hoch effiziente Wärmepumpen erzeugt. Die Bewohnenden sind somit dauerhaft von fossilen Energien entkoppelt und vor hohen Energierechnungen geschützt.

Für Oberbürgermeister Felix Heinrichs unterstreicht das Projekt in der Zeppelinstraße das Profil Mönchengladbachs als Standort für Energiewende und Klimaschutz: „Renowate zeigt neue Wege auf, wie Klimaschutz im Gebäudesektor effizient, schnell und mieterfreundlich funktionieren kann. Wir freuen uns darauf, dass weitere Pilotprojekte in unserer Stadt folgen werden.“

v.l.n.r.: Johannes Brunne, Geschäftsführer RENOWATE GmbH, Anne-Marie Fuhrer, LEG-Niederlassungsleiterin Düsseldorf, Felix Heinrichs, Oberbürgermeister der Stadt Mönchengladbach, Dr. Volker Wiegel, COO LEG Immobilien SE und Andreas Miltz, Geschäftsführer RENOWATE GmbH | Bild: LEG

Während der Sanierung machten sich Vertreter aus Wohnungs- und Bauwirtschaft, Verbänden und Politik auf der Baustelle ein Bild von den Besonderheiten und Vorteilen der seriellen Sanierung. 

„Das Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine Reduzierung von Kohlendioxid im Bestand sozialverträglich gelingen kann. Die Mieterschaft wurde innerhalb eines kurzen Zeitraums vollständig vom Energieträger Gas befreit. Das zeigt, dass der seriellen Modernisierung, wie sie hier praktiziert worden ist, die Zukunft gehört“, so Bernhard Daldrup, Obmann für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen der SPD-Bundestagsfraktion.

„Das serielle Sanieren, wie es die LEG in ihrem Projekt erprobt, ist ein vielversprechender Ansatz für Bestandsgebäude. Im offenen Austausch hat sich gezeigt, was hier schon gut läuft und was noch besser werden muss. Eine entscheidende Rolle spielen politisch verlässliche Rahmenbedingungen. Nur so können auch die Mieten bezahlbar bleiben“, appellierte Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, an die Politik.  

Mit den in der Zeppelinstraße gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen wird Renowate im neuen Jahr 14 weitere serielle Sanierungsprojekte für die LEG und externe Auftraggeber realisieren.