Fertigbau treibt serielles Sanieren voran
Immer mehr Fertigbauunternehmen erschließen das serielle Sanieren – besonders im Einfamilienhaussegment entstehen neue Chancen

23 Prozent der Unternehmen des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF) sind bereits im Bereich des seriellen Sanierens aktiv, weitere rund 30 Prozent planen den Einstieg in dieses Geschäftsfeld.
Die Fertighausbranche richtet ihren Blick zunehmend auf serielle und nachhaltige Baukonzepte. Das zeigt eine aktuelle Erhebung des Bundesverbands Deutscher Fertigbau (BDF) unter seinen Mitgliedsunternehmen. Besonders relevant für die Energiesprong-Marktentwicklung im Gebäudebestand: 23 Prozent der Unternehmen sind bereits im Bereich des seriellen Sanierens aktiv, weitere rund 30 Prozent planen den Einstieg in dieses Geschäftsfeld.
Damit wächst ein wichtiger Branchenakteur in diesen Markt hinein – mit großem Potenzial insbesondere für das Ein- und Zweifamilienhaussegment. Denn genau dort liegt das Kerngeschäft der Fertighausbranche. Die Erfahrung mit industrieller Vorfertigung, standardisierten Prozessen und hoher Umsetzungsgeschwindigkeit bietet gute Voraussetzungen, um serielle Sanierungslösungen auch im Bestand effizient zu skalieren.
Gerade im Einfamilienhausbereich gelten hohe Kosten, Fachkräftemangel und komplexe Einzelprozesse bislang oft als Hemmnisse für energetische Sanierungen. Für viele Fertigbauunternehmen wird die Sanierung einzelner Gebäude insbesondere dann interessant, wenn zusätzliche Maßnahmen wie Anbauten oder Aufstockungen Teil der Bauaufgabe sind. Seriell vorgefertigte Fassaden-, Dach- oder Technikmodule können dazu beitragen, Abläufe zu vereinfachen, Sanierungszeiten zu verkürzen und die Qualität der Umsetzung zu verbessern.
Die Nachfrage nach seriellen Lösungen im Neubau und Bestand wächst spürbar. Für viele unserer Mitgliedsunternehmen wird das serielle Sanieren deshalb zu einem wichtigen Zukunftsfeld – gerade mit Blick auf Klimaschutz, Fachkräftemangel und die notwendige Skalierung energetischer Sanierungen. Die Zusammenarbeit mit dem dena-Kompetenzzentrum Serielles Sanieren ist dabei ein wichtiger Baustein, um Know-how zu bündeln und industrielle Lösungen stärker in den Sanierungsmarkt zu bringen,
so Georg Lange, Geschäftsführer Bundesverband Deutscher Fertigbau e.V. (BDF).
Für die Marktentwicklung der seriellen Sanierung ergibt sich daraus ein klares Signal: Mit der zunehmenden Öffnung der Fertigbauindustrie für den Gebäudebestand entsteht ein weiterer relevanter Partner für skalierbare serielle Sanierungslösungen.
