Serielles Sanieren: Ausschreibung für neue GdW-Rahmenvereinbarung startet Ende Juni
Pressemeldung des GdW vom 28. Mai 2026: Die Wohnungswirtschaft steuert zielstrebig auf einen wichtigen Meilenstein beim seriellen Sanieren zu: Die Ausschreibung für die neue Rahmenvereinbarung „Serielles Sanieren 1.0“ soll planmäßig Ende Juni starten. Dies wurde im Rahmen eines Treffens des Begleitkreises zur Projektgruppe beim Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW bestätigt.

Die Rahmenvereinbarung entsteht gemeinsam mit dem Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der dena – Deutsche Energie-Agentur. Begleitet wird das Verfahren durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.
Gemeinsam mit dem Projektteam wurden der aktuelle Stand der Ausschreibung sowie letzte offene Punkte intensiv beraten. Ziel der Rahmenvereinbarung ist es, Wohnungsunternehmen den Zugang zu verlässlichen, qualitativ hochwertigen und skalierbaren Lösungen für die serielle energetische Sanierung zu erleichtern.
„Mit der Rahmenvereinbarung zum seriellen Sanieren schaffen wir die Grundlage dafür, energetische Modernisierung schneller, effizienter und wirtschaftlicher umzusetzen. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Klimaziele im Gebäudesektor praxistauglich zu erreichen und gleichzeitig die Wohnungsunternehmen bei ihren individuellen Klimapfaden zu unterstützen“, sagt GdW-Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser.
„Das serielle, modulare Bauen ist längst fester Bestandteil der Wertschöpfungskette Bau – und das ist auch gut so, denn industrielle Produktions- und Bauweisen sind ein zentraler Hebel gegen lange Bauzeiten, hohe Baukosten und erhöht die Attraktivität für unsere Fachkräfte. Es ist deshalb konsequent, dass wir nach dem Neubau mit der neuen Rahmenvereinbarung ‚Serielles Sanieren 1.0‘ nun auch die Modernisierung des Bestands in den Blick nehmen, denn hier liegt bekanntlich der Schlüssel, um Emissionen im Gebäudebereich zu reduzieren“, sagt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.
„Die Rahmenvereinbarung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in den Breitenmarkt: Sie vereinfacht die Vergabe, schafft Transparenz über die verfügbaren Lösungen, sorgt für Akzeptanz und erleichtert der Wohnungswirtschaft damit die Entscheidung für eine serielle Sanierung“, erklärt Christian Stolte, Bereichsleiter Klimaneutrale Gebäude, dena – Deutsche Energie-Agentur.
Das serielle Sanieren gilt als zentraler Hebel für die Transformation des Gebäudebestands. Durch standardisierte Prozesse und industrielle Vorfertigung können Sanierungen schneller umgesetzt, Kosten reduziert und Kapazitäten effizienter genutzt werden.
Mit der geplanten Rahmenvereinbarung verfolgt die Wohnungswirtschaft insbesondere drei Ziele:
- Strukturierte und verlässliche Prozesse für Wohnungsunternehmen,
- die aktive Beschleunigung und Skalierung des Marktes für serielle Sanierungslösungen, sowie
- die Unterstützung der Energiewende und der Klimaziele im Gebäudesektor.
Der GdW dankt allen Beteiligten des Begleitkreises und der Projektgruppe für die konstruktive Zusammenarbeit. Gemeinsam solle die Energiewende im Gebäudesektor entscheidend vorangebracht werden.
GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V.
Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.
