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Energiesprong DE

Rechberghausen zeigt serielles EFH-Sanieren in Aktion

Rund 60 Interessierte erlebten am 24. April 2026 in Rechberghausen, wie aus einem Zweifamilienhaus ein modernes, klimaneutrales Dreifamilienhaus entsteht.

Bild zeigt: Gruppenfoto einer Menschenmenge mit Bauhelmen und Bauwesten

Rund 60 Teilnehmende kamen in Rechberghausen zur ersten EFH-Edition der Energiesprong on Tour zusammen.

Am 24. April 2026 fand in Rechberghausen die erste #EFH-Edition der Baustellentour-Reihe „Energiesprong on Tour“ statt. Rund 60 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der seriellen Sanierung eines Eigenheims zu machen. Damit feierte das Format erstmals eine Ausgabe mit Fokus auf das Ein- und Zweifamilienhaussegment. Im Fokus stand das Projekt der Familie Göser, die ihr seit Generationen im Familienbesitz befindliches Zweifamilienhaus zu einem modernen, klimaneutralen Dreifamilienhaus umbaut – ganz nach dem Energiesprong-Prinzip.

Dabei vereint das Projekt in Rechberghausen drei spannende Besonderheiten und verschiedenen Aspekte wie das serielle Sanierung umgesetzt bzw. kombiniert werden kann:

  • Bewohnter Bestand: Das Erdgeschoss bleibt während der gesamten Bauphase bewohnt – ein zentraler Praxisbeweis dafür, dass Sanierung ohne Auszug möglich ist.
  • Kernsanierung im Bestand: Das erste Obergeschoss wird umfassend modernisiert und energetisch auf Neubauniveau gebracht.
  • Aufstockung: Durch ein zusätzliches Geschoss entsteht neuer Wohnraum – ohne zusätzliche Flächenversiegelung.

Neben der Baustellenbesichtigung hatte das Fachpublikum auch bei einer Werksführung die Möglichkeit einen Blick in die Fertigung zu werfen. Dabei erklärte Klaus Göser (Holzbau Göser GmbH) anschaulich die Vorfertigung der Bauelemente – von der Holzkonstruktion über die eingebrachte Zellulose-Dämmung bis hin zum werkseitigen Fenstereinbau. Die Gäste konnten hautnah miterleben, wie durch standardisierte Prozesse Qualität gesichert, Bauzeiten verkürzt und Abläufe auf der Baustelle deutlich effizienter gestaltet werden.
 

Nach einem Impuls von Nils Bormann, dena, zur seriellen Sanierung im Ein- und Zweifamilienhausbereich folgten weitere Praxisbeiträge:
Thomas Müller, Delta-Econ und GIH Baden-Württemberg) berichtete von seinen eigenen Erfahrungen bei der seriellen Sanierung seines Hauses mit Taglieber GmbH. Sein persönlicher Weg: vom Bauherrn zum Energieberater, der heute selbst zu seriellen Sanierungen berät. Anhand ihrer Erfahrungen eines seriellen Sanierungsprojekts beleuchtete Energieberaterin Lisa Kleeberger die Rolle der Energieberatenden bei der Anbahnung und Begleitung serieller Sanierungen im Eigenheimbereich. Neben technischer Expertise sei vor allem kommunikative Kompetenz entscheidend: Eigentümerinnen und Eigentümer brauchen Orientierung, Vertrauen und klare Entscheidungsgrundlagen. Ihre Empfehlung: frühzeitig erfahrene Umsetzungspartner einbinden und serielle Lösungen aktiv als Option mitdenken. Melanie Saalbach-Arz und Simon Schindler gaben eine Einführung in das Projekt und erläuterten insbesondere die integrale Planung sowie den Einsatz digitaler 3D-Scans, die eine präzise Vorfertigung und reibungslose Montage ermöglichen.

Durch den Dachausbau entsteht eine zusätzliche Wohneinheit und die Energieeffizienz des Gebäudes wird deutlich gesteigert: Der Endenergieverbrauch sinkt von 302,7 kWh/(m²a) auf nur noch 22,8 kWh/(m²a). Möglich macht dies eine Kombination aus vorgefertigten Holzelementen, moderner Anlagentechnik wie einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und dezentraler Lüftung. Besonders beeindruckend: Die Sanierung erfolgt bei laufender Nutzung – das Erdgeschoss bleibt während der gesamten Bauphase bewohnt.

Mit dem Projekt wollen wir ganz praktisch zeigen, wie serielle Sanierung funktioniert – und Lust darauf machen, dass sich noch viel mehr Menschen damit beschäftigen und solche Lösungen umsetzen.

Michael Göser, Holzbau Göser GmbH

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Veranstaltung intensiv für Fachgespräche und Networking. Das Projekt in Rechberghausen zeigt exemplarisch, wie serielle Sanierung im Eigenheimbereich funktioniert – effizient, nachhaltig und mit klaren Vorteilen für Eigentümerinnen und Eigentümer. Die Energiesprong on Tour bot eine einzigartige Plattform, um diese innovative Bauweise einem breiten Publikum näherzubringen.
Wer es nicht zur Energiesprong on Tour geschafft hat: Holzbau Göser bietet jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr eine offene Baustelle an. Hier können sich Interessierte auch nach der Tour weiterhin über das Projekt informieren und sich inspirieren lassen.

Ein weiteres Highlight: Auch SWR und die Tagesschau haben das Thema aufgegriffen und einem breiten Publikum vorgestellt.

Mehr Informationen zum Projekt.

Pressekontakt

Mehr erfahren Portraitfoto in Schwarz-Weiß, Person mit langen dunklen Haaren

Joseline Silva Cousiño

Kommunikation Einfamilienhäuser und Wissenstransfer Bauwirtschaft

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