Niersberger eröffnet neue Produktionshalle für serielle Sanierung in Lichtenau
Die Niersberger Unternehmensgruppe errichtet in Lichtenau bei Nürnberg eine neue Produktionshalle zur Fertigung serieller Fassaden- und Deckenelemente. In der 4.480 Quadratmeter großen Halle sollen auch Wandelemente für Aufstockungen gefertigt und präzise abgebunden werden.

Zur Eröffnung am 17. April lud Niersberger gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften HR Holzelement GmbH und Zimmerei Holzbau Röttenbacher GmbH ein. Neben Grußworten erhielten die Gäste bei einem Hallenrundgang Einblicke in die eingesetzten Fertigungsmaschinen sowie in die Prozessschritte von Rahmenbau, Dämmung und Beplankung bis zur Fassadenmontage und innerbetrieblichen Logistik.
„Mit der neuen Produktionshalle setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft des regionalen Handwerks: Die Verbindung von traditionellem, gewachsenem Zimmereihandwerk mit einer hochmodernen technologischen Produktionsumgebung schafft leistungsfähige Strukturen, steigert die Effizienz und eröffnet neue Möglichkeiten im Holzbau“, erklärt René Fabian, Geschäftsführer der Niersberger Group.
Nach Angabe des Unternehmens konnten sowohl erfahrene Mitarbeiter der eigenen Zimmerei Holzbau Röttenbacher übernommen als auch zusätzliche Arbeitsplätze in Produktion und Verwaltung geschaffen werden. Zu Beginn arbeiten 12 Mitarbeiter in der Halle, die mit einer 456 kWp-Dach-PV-Anlage zur Eigenstromversorgung ausgestattet ist. Durch eine zukünftige Erweiterung auf einen 2-Schicht-Betrieb können zusätzliche Stellen geschaffen werden.
Perspektivisch plant Niersberger, dort auch Wandelemente für Neubauten in moderner Holzelementbauweise zu produzieren. Darüber hinaus soll die eigene leistungsfähige Abbundtechnik künftig auch externen Partnern, insbesondere Zimmereibetrieben, zur Verfügung gestellt werden.
Das Bauunternehmen aus Erlangen beschäftigt rund 500 Mitarbeiter und zählt zu den Vorreitern im Bereich serieller Sanierungen. Seit 2022 realisiert Niersberger im Auftrag der städtischen GEWOBAU Genossenschaft Erlangen serielle Sanierungen und Aufstockungen im Quartier Erlangen-Süd.
Mit der neuen Produktionshalle folgt Niersberger einem Trend in der deutschen Bauwirtschaft, serielles Sanieren als eigenen Geschäftszweig durch die Gründung von Tochterunternehmen und spezialisierten Produktionsstätten zu institutionalisieren. So hat der Wohnungskonzern Vonovia eine eigene Abteilung für serielle Sanierungen aufgebaut und eine strategische Kooperation mit dem Schweizer Bauunternehmen NOKERA gestartet. Die Fassadenelemente werden in der weltweit größten Produktionsanlage für serielles Bauen und Sanieren in Möckern bei Magdeburg gefertigt. Auch das Bauunternehmen Ueding, das u. a. mehrere Wohngebäude im Münsterland seriell saniert hat, eröffnete in 2025 eine neue Produktionsstätte. Es wurde unlängst als wachstumsstärkster Mittelständler in der Kategorie Bau/ Architektur ausgezeichnet.




