
Turbosanierung | Stuttgart
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Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) zählt mit rund 20.000 Mietwohnungen zu den größten kommunalen Wohnungsunternehmen in Deutschland. Kernaufgabe ist die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten. Im Stadtteil Fasanenhof hat die SWSG ein Mehrfamilienhaus seriell saniert und zieht ein positives Fazit: Weitere serielle Sanierungsprojekte sollen folgen.
Auf einen Blick
- Adresse: Kurt-Schumacher-Straße 15-17, 70567 Stuttgart
- Anzahl der Vollgeschosse: 4
- Anzahl der Wohnungen: 24
- BGF: … m2
- Baujahr: 1967
- Sanierungszeitraum: Ende 2024 – Februar 2025
- Energieeffizienzniveau nach der Sanierung: KfW 55
- Investitionsvolumen: 4,5 Mio. Euro
Projektbeteiligte


Hintergrund & Herausforderungen
Die baden-württembergische Landeshauptstadt will bis 2035 klimaneutral sein. Dazu müssen in den nächsten neun Jahren rund 200.000 der insgesamt 320.000 Wohneinheiten energetisch modernisiert werden. Für mehr Tempo soll neben der Umstellung der Heizsysteme auf erneuerbare Energien auch das serielle Sanieren mit vorgefertigten Fassaden sorgen.
Maßnahmen
- Sanierung der Gebäudehülle mit vorgefertigten Fassadenelementen in Holzrahmenbauweise inklusive Fenster, Lüftung mit Wärmerückgewinnung
- Dämmung der Kellerdecke
- Minimalinvasie Erneuerung der Heizungs- und Wasserrohre zwischen alter und neuer Fassade
- Zentrale Wärmepumpe
- Photovoltaikanlagen auf den Dächern
Besonderheiten:
Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen, will die SWSG ihre jährliche energetische Sanierungsrate auf vier Prozent steigern. Das ist mehr als viermal so viel wie die bundesweite Sanierungsrate, die aktuell bei 0,7 Prozent liegt. Angesichts steigender Bau- und Finanzierungskosten sowie fehlender Fachkräfte ist dies ausgesprochen ambitioniert und wird ohne serielle Sanierungslösungen kaum umsetzbar sein. 2024 hat die SWSG den Zielwert von vier Prozent erstmals erreicht. Im Hinblick auf die klimagerechte Transformation des Gebäudebestands nimmt das Stuttgarter Wohnungsunternehmen damit deutschlandweit einen Spitzenplatz innerhalb der Wohnungswirtschaft ein.
Die serielle Sanierung war deutlich schneller und sogar etwas günstiger als eine konventionelle. Wir sind sehr zufrieden. Weitere serielle Sanierungsprojekte werden folgen.
Frank Riethmüller
Bereichsleiter Baumanagement Bestand bei der SWSG

