
Fritz-Schumacher-Schule | Hamburg
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In Hamburg-Langenhorn lässt die Schulbau Hamburg (SBH) fünf Gebäude der Fritz-Schumacher-Schule seriell sanieren. Das Pilotprojekt kann zur Blaupause für die energetische Modernisierung der 350 staatlichen Schulen in der Hansestadt werden.
Auf einen Blick
- Adresse: Foorthkamp 36, 22419 Hamburg-Langenhorn
- BGF: 4.800 m2
- Baujahr: 1969/1970
- Anzahl der Vollgeschosse: 2
- Sanierungszeitraum: 06/2026-06/2027
- Energiebilanz:
vor der Sanierung: 407 kWh/m2 a (Worst Performing Building, Effizienzklasse H)
nach der Sanierung: KfW-Standard 40, Effizienzklasse A - Investitionsvolumen: 7,4 Mio. Euro
- Fördermittel: BEG und EFRE
Projektbeteiligte




Hintergrund & Herausforderungen
An der Fritz-Schumacher-Schule erprobt die SBH die serielle Sanierung von Bestandsgebäuden. Der Standort eignet sich als Pilot, da die Klassenhäuser denselben Gebäudetypen aufweisen, der auch an weiteren Hamburger Schulstandorten zu finden ist. Ziel ist es daher, mithilfe des Pilotprojekts Lernerfahrungen zu sammeln und diese an weiteren Schulen umzusetzen. Die große Anzahl an Schulgebäuden des Typs K2 eröffnet erhebliches Skalierungspotenzial bei der seriellen Schulsanierung und stellt einen wichtigen Baustein zur Erreichung der angestrebten Klimaziele in der Hansestadt dar. Aufgrund seiner Vorbildwirkung wurde das Projekt mit dem von der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) ausgelobten neuen Hamburger Sanierungspreis für Nichtwohngebäude ausgezeichnet.
Maßnahmen
- Neue hochgedämmte Gebäudehülle in Holzrahmenbauweise inklusive Isolierfenstern mit Dreifachverglasung
- Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen
- Dachbegrünung
- Wärmepumpe
- Dämmung der Kellerdecke und obersten Geschossdecke
Besonderheiten:
Ziel ist die Erreichung des Effizienzstandards 40 sowie eine Ensemblezertifizierung nach DGNB-Gold unter Beachtung der Mindestanforderungen nach DGNB unter besonderer Berücksichtigung des Erfüllungsgrads der ökologischen Qualität mit mehr als 75 Prozent. Vor diesem Hintergrund spielt die Kreislauffähigkeit der seriellen Sanierungslösung eine besondere Rolle. Denn die Wiederverwendung von Bauteilen wird bei knapper werdenden Ressourcen ein immer wichtigerer Entscheidungsfaktor. Da die neue Gebäudehülle das Tragwerk darstellt, bietet der serielle Sanierungsansatz zudem die Möglichkeit der Aufstockung. Ein Aspekt, der in einer wachsenden Stadt mit begrenztem Flächenpotenzial ein weiterer großer Pluspunkt ist.
Die Sanierung unseres Gebäudebestands ist ein großer Hebel für die Wärmewende. Wer saniert statt neu zu bauen, schützt das Klima doppelt: durch mehr Effizienz und den Erhalt wertvoller Ressourcen. Mit dem neuen Hamburger Sanierungspreis zeichnen wir genau jene Vorreiter aus, die hier Verantwortung übernehmen und Nichtwohngebäude fit für die Zukunft machen.
Katharina Fegebank
Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft der Hansestadt Hamburg
Weitere Meldungen zum Projekt
- Hamburger Sanierungspreis für Nichtwohngebäude, Hamburg.de
- Projektbeschreibung, Bildungsbau Hamburg
- Projektbeschreibung, Sieckmann Walther Architekten
- Gutachten zur Grundlagenermittlung, FRANK Ecozwei




