Serielle Sanierung: Den Prozess interaktiv entdecken
Die serielle Sanierung steht für einen grundlegenden Wandel im Bauen. Weg von einer kleinteiligen, CO₂-intensiven Sanierung mit vielen Einzellösungen – hin zu einem klimaneutralen, seriellen und skalierbaren Ansatz.
Wo früher analoge Prozesse, lange Baustellenzeiten und gewerkeweise Abstimmungen dominierten, entstehen heute energieeffiziente Gebäudehüllen aus vorgefertigten Elementen, kombiniert mit digitaler Planung, standardisierten Abläufen und integrierten Energiekonzepten. Ziel sind Gebäude, die ihren Energiebedarf drastisch senken – perspektivisch bis hin zu bilanziell energieautarken Häusern.
Die interaktive Grafik (siehe unten) macht diese Zusammenhänge sichtbar: Sie zeigt relevante Prozesse und wichtige Schnittstellen entlang der Wertschöpfungskette. Von der Energieberatung über Planung und industriellen Fertigung bis zur Umsetzung auf der Baustelle erhalten Sie eine strukturierte Orientierung. Ob für Mehrfamilien-, Einfamilienhäuser oder Nichtwohngebäude.
Klicken Sie auf die Pin-Punkte in der folgenden Grafik und entdecken Sie vertiefende Materialien, Leitfäden und Praxiswissen – speziell aufbereitet für alle, die in die serielle Sanierung einsteigen wollen oder in der Umsetzung sind. So gewinnen Sie einen fundierten Gesamtüberblick und können gezielt in die Themen einsteigen, die für Ihre Rolle im Projekt entscheidend sind.
Serielle Sanierung interaktiv entdecken
Der Gebäudebestand ist zentral für die Klimaziele – doch konventionelle Sanierungen stehen heute für lange Baustellen, hohe Kosten und mühsame Planungen. Eine „graue“ Welt, in der Fachkräftemangel die Umsetzung bremst. Serielle Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip zeigt den Weg in eine zukunftsfähige Welt: Mit modularen, vorgefertigten Bauelementen und standardisierten Prozessen für klimaneutrale Gebäude – und das einfach, schnell, bezahlbar, gut.
Leitfaden: Serielle Sanierung nach dem Energiesprong-Prinzip (PDF/ ca. 2 MB)
Serielle Sanierung denkt Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Planung über Materialwahl bis zur Montage. Biobasierte Materialien wie Holz, Stroh oder Zellulose-Dämmung werden nachhaltig angebaut, geerntet und als Baustoffe in Fassaden oder Dächern verbaut. Industrielle Prozesse reduzieren Verschnitt, Emissionen und Bauzeit. Energiesprong möchte so ressourcenschonende, CO₂-arme Sanierungen, optimierte Abläufe und langfristige Werterhaltung ermöglichen. Wie Nachhaltigkeit in der seriellen Sanierung mitgedacht werden kann:
Empfehlungskatalog: Kreislauffähigkeit (PDF/ 606 KB)
Leitfaden: biobasierte Baustoffe (PDF/ 6,5 MB)

Zunächst wird durch Portfolioanalyse die Auswahl geeigneter Gebäude für serielle Sanierungen getroffen – Potenziale, Gebäudezustand und Wirtschaftlichkeit werden frühzeitig bewertet. Anschließend erfolgt die präzise Erfassung des Bestandsgebäudes: Digitale Vermessungsmethoden wie 3D-Scanning ermöglichen eine exakte Planung der vorgefertigten Fassaden- und Dachelemente inklusive Technikintegration. So werden Planungsrisiken reduziert, Abstimmungen beschleunigt und eine belastbare Datengrundlage geschaffen – für weniger Unsicherheiten bei der Umsetzung.
Mehr erfahren zu:
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung / Rechner (auf Anfrage per Mail an info@energiesprong.de)
Leitfaden: Bestandsaufnahme (PDF/ 3,4 MB)
Factsheet: 3D-Scannen (PDF/ 3,4 MB)

Die Montage der seriellen Sanierungselemente erfolgt in wenigen Tagen – und sogar im bewohnten Zustand, mit geringer Beeinträchtigung für Nutzende. Vorgefertigte Fassaden- und Dachelemente werden just-in-time geliefert und vor Ort installiert. Fenster, Dämmung und Haustechnik sind häufig bereits integriert. Durch den hohen Vorfertigungsgrad sinken Bauzeiten, Fehleranfälligkeit und Wetterabhängigkeit deutlich. Qualität wird planbar, Prozesse werden reproduzierbar.
Mehr zur Umsetzung & Montage erfahren:
Leitfaden: Befestigungen (PDF/ 3,4 MB)
Produktkatalog Serielles Sanieren (PDF/ 3,4 MB)


Mehrfamilienhäuser sind das bislang am weitesten verbreitete Anwendungssegment der seriellen Sanierung. Zahlreiche erfolgreich umgesetzte Projekte zeigen, wie sich durch industrielle Vorfertigung, standardisierte Prozesse und digitale Planung hohe Energieeinsparungen bei gleichzeitig kurzen Bauzeiten erreichen lassen. Besonders für Wohnungsunternehmen und Bestandshalter bietet die serielle Sanierung eine attraktive Möglichkeit, große Gebäudebestände wirtschaftlich, planbar und mit möglichst geringer Beeinträchtigung der Bewohnenden zu modernisieren. Gleichzeitig können Maßnahmen wie Aufstockungen oder Wohnraumerweiterungen zusätzlichen Mehrwert schaffen und zur Refinanzierung beitragen.
Welche Erfahrungen bereits vorliegen, welche Potenziale das Segment bietet und welche Hilfestellungen für die Umsetzung zur Verfügung stehen, erfahren Sie hier:
Mehr erfahren Sie:
im Wegweiser Wohnungswirtschaft (PDF / 7,2 MB)
im Marktüberblick Serielle Sanierung/Evaluation 2025 (PDF / 464 KB)
Bei Nichtwohngebäuden stehen komplexe Nutzungsanforderungen, Betriebsabläufe und technische Anlagen im Fokus. Die serielle Sanierung ermöglicht eine Sanierung im laufenden Betrieb – oder zum Beispiel während der Sommerferien – mit deutlich verkürzten Bauzeiten, standardisierten Fassadensystemen und klaren Prozessen. So werden Kosten planbar, Qualität und Nachhaltigkeit gesichert sowie ESG-Ziele und kommunale Klimaziele unterstützt.
Praxisnahe Leitfäden und Vergabeempfehlungen erleichtern die Umsetzung:
Leitfaden: Mehr Tempo für klimaneutrale Nichtwohngebäude (PDF/ ca. 1 MB)
Machbarkeitsstudie & Vergabe-Leitfaden (folgen in Kürze)


Ein- und Zweifamilienhäuser machen den größten Anteil des Gebäudebestands aus und sind entscheidend für die Erreichung der Klimaziele. Auch hier ist serielle Sanierung besonders attraktiv: Planungs- und Kostensicherheit, kurze Bauzeiten, aus einer Hand und das bei hohen Qualitätsstandards. Besonders spannend in Kombination mit Wohnraumerweiterungen wie Aufstockung, Ausbau oder Anbau. Für die Bauseite eröffnet sich so zudem die Möglichkeit, aktiv einen wachsenden Markt mitzugestalten, indem der Übergang vom individuell geplanten Einzelprodukt zu standardisierten Serienlösungen vorangetrieben wird.
Welche Vorteile der Einstieg in dieses Segment für Anbieter bietet und welche unterstützenden Materialien verfügbar sind, erfahren Sie:


In der Fabrik entstehen maßgefertigte Fassaden- und Dachelemente unter wetterunabhängigen Bedingungen. Das DfMA-Konzept (Design for Manufacturing and Assembly) sorgt dafür, dass Planung, Produktion und Montage von Anfang an auf einfache Fertigung und schnelle Montage ausgelegt sind. Digitale Planungsdaten steuern Produktion, Logistik und Montage, BIM-Modelle und standardisierte Schnittstellen sichern Qualität und Präzision. DfMA ist für serielle Sanierung entscheidend, um standardisierte, wiederholbare und skalierbare Lösungen effizient umzusetzen.
