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Energiesprong DE
Sanierungsbaustelle eines mehrstöckigen Wohnhauses in Heidenheim: Das Gebäude ist komplett mit Gerüst und Schutznetz verhüllt, auf dem Dach sind neue Photovoltaik-Module installiert. Mehrere gelbe Turmdrehkräne heben gerade ein Fassadenelement an, ein blau-weißer Lkw der Firma Nokera steht auf der Straße davor. Im Hintergrund sind weitere Wohnhäuser, Bäume im Herbstlaub und Hügel zu sehen.Matthias Schmiedel, NOKERA

Quartierssanierung | Heidenheim

Auf einen Blick | Hintergrund & Herausforderungen | Maßnahmen | Bilder des Projekts | Weitere Meldungen zum Projekt

Vonovia und Nokera realisieren in Heidenheim eine serielle Quartierssanierung, die Kosteneffizienz und Skalierbarkeit in den Fokus stellt. 82 Mehrfamilienhäuser aus den 50er Jahren erhalten eine neue Gebäudehülle aus vorgefertigten, hochgedämmten Holzfassaden. Neue 3-fach verglaste Fenster ersetzen die alten. Die noch funktionstüchtigen Gasheizungen werden erst am Ende ihres Lebenszyklus in einem zweiten Schritt ausgetauscht.

Auf einen Blick

  • Adresse:  
    • 1. Bauabschnitt: Virchowstraße, 89518 Heidenheim an der Brenz
    • 2. Bauabschnitt: Sauerbruchstraße, 89518 Heidenheim an der Brenz
    • 3. Bauabschnitt: Albert-Schweitzer-Straße, 89518 Heidenheim an der Brenz 
    • 4.-6. Bauabschnitt: Am Radkeller/Hochbergweg, 89518 Heidenheim an der Brenz
  • Baujahr: 1953-1959
  • Wohnfläche insgesamt: ca. 31.000 m2
    • 1. Bauabschnitt: ca. 3.700 m2
    • 2. Bauabschnitt: ca. 6.700 m2
    • 3.Bauabschnitt: ca. 6.800 m2
    • 4.-6. Bauabschnitt: ca. 13.800 m2
  • Zahl der Gebäude insgesamt: 82
    • 1. Bauabschnitt: 9
    • 2. Bauabschnitt: 18
    • 3. Bauabschnitt: 19
    • 4.-6. Bauabschnitt: 36
  • Zahl der Wohnungen insgesamt: 543
    • 1. Bauabschnitt: 75
    • 2. Bauabschnitt: 121
    • 3. Bauabschnitt: 117
    • 4.-6. Bauabschnitt: 230
  • Anzahl der Vollgeschosse: 3
  • Sanierungszeitraum: 
    • 1. Bauabschnitt: November 2025 – September 2026 
    • 2. Bauabschnitt: Juni 2026 – Dezember 2026 
    • 3. Bauabschnitt: Juli 2026-März 2027
    • 4.-6. Bauabschnitt: September 2026-August 2027
  • Energieverbrauch:
    • vor der Sanierung: 154 kWh/m2
    • nach der Sanierung: 79 kWh/m2
    • Verbesserung der Effizienzklasse: von E auf C
    • Investitionsvolumen: 30 Mio. €
    • Förderung: BAFA-Einzelmaßnahmen

Projektbeteiligte

Hintergrund & Herausforderungen

Nicht jedes Bestandsgebäude muss zwangsläufig umfassend saniert werden. Je nach baulichem und energetischem Zustand sowie den finanziellen Möglichkeiten der Bestandshaltenden und Bewohnenden kann auch eine serielle Sanierung “light” oder eine Sanierung in mehreren Etappen ineffiziente Bestandsgebäude auf Klimakurs bringen. Als größter Wohnungskonzern in Deutschland muss Vonovia in den nächsten 19 Jahren rund eine halbe Million Bestandsgebäude fit für die klimaneutrale Zukunft machen. Mit einer schrittweisen Sanierungsstrategie können mit dem jährlich zur Verfügung stehenden Sanierungsbudget mehr Gebäude auf ein besseres Effizienzniveau gebracht werden. Die dadurch eingesparten Energie- und CO₂-Kosten lassen sich dann zur Refinanzierung der nächsten Sanierungen einsetzen.

Maßnahmen

  • Erneuerung der Gebäudehülle mit Hilfe vorgefertigter Fassadenmodule inkl. Dämmung und Wohnraumlüftung 
  • 3-Fach verglaste Fenster mit Sonnenschutz 
  • Einbau feuchtegeführter mechanischer Fensterfalzlüftung 
  • Einbau neuer Hauseingangstüren  
  • Neue Vorstellbalkone 

Besonderheiten:
Der Baustart in Heidenheim markiert gleichzeitig den Beginn einer strategischen Kooperation zwischen dem Wohnungskonzern Vonovia und dem Gesamtlösungsanbieter Nokera. Ziel der Partnerschaft ist es, den Gebäudebestand deutlich schneller und effizienter energetisch zu sanieren – und dabei Kosten, Bauzeiten sowie Belastungen für Mieterinnen und Mieter zu reduzieren. Kern des Konzepts ist die industrielle Vorfertigung vollständiger Fassadenelemente, die vor Ort in kurzer Zeit montiert werden. 

Das dafür eingesetzte Bausystem wird in der weltweit größten Produktionsanlage für serielles Bauen in Möckern bei Magdeburg gefertigt. Die Zusammenarbeit startet in ausgewählten Großquartieren und soll später auf weitere Teile des Vonovia-Bestands ausgeweitet werden. Aus der Kooperation dürften kostensenkende Skaleneffekte resultieren, die Sanierungen pro Wohneinheit günstiger machen. Genau das ist entscheidend, um ineffiziente Bestandsgebäude wirtschaftlich und sozialverträglich auf Klimakurs zu bringen.

Mit der seriellen Modernisierung optimieren wir unsere Prozesse. Wir werden digitaler, wir werden effizienter, wir industrialisieren und wir skalieren. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur Verbesserung der Lebensqualität in unseren Quartieren.

Luka Mucic
CEO von Vonovia 

Durch die enge Verzahnung von Planung, Produktion und Montage können wir standardisierte Fassadenlösungen entwickeln, die sich effizient auf große Wohnungsbestände übertragen lassen. Damit wird energetische Modernisierung erstmals skalierbar.

Dr.-Ing. Ulrich Schwenken 
CEO von NOKERA 

Weitere Meldungen zum Projekt