
Fasanenhof | Stuttgart
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Wie sich Innovationen gezielt als Wegbereiter in die Klimaneutralität einsetzen lassen, zeigt das Beispiel der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG). Mit serieller Sanierung und weiteren zukunftsweisenden Lösungen hat das kommunale Wohnungsunternehmen seine jährliche Sanierungsrate auf vier Prozent gesteigert und wird bis 2035 klimaneutral sein.
Auf einen Blick
- Adresse: Kurt-Schumacher-Straße 237-241, 70567 Stuttgart
- Anzahl der Vollgeschosse: 4
- Anzahl der Wohnungen: 24
- BGF: 2.652 m2
- Baujahr: 1967
- Sanierungszeitraum
Strangsanierung: Juli 2024 - November 2024
Gebäudehülle, anschließend Sockel + Außenanlagen: November 2024 - Februar 2025 - Energieeffizienzniveau nach der Sanierung: KfW 55 EE
- Investitionsvolumen: 4,4 Mio. Euro
Projektbeteiligte



Hintergrund & Herausforderungen
Die baden-württembergische Landeshauptstadt will bis 2035 klimaneutral sein. Dazu müssen in den nächsten 9 Jahren rund 200.000 der insgesamt 320.000 Wohneinheiten energetisch modernisiert werden. Als kommunales Unternehmen kommt der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) dabei eine Vorbildfunktion zu: Mit innovativen Lösungen wie serieller Sanierung, modularen Energiezentralen, digitaler Heizungssteuerung und Künstlicher Intelligenz beschleunigt die SWSG die Dekarbonisierung ihrer Bestände und zeigt damit, was möglich und machbar ist.
Maßnahmen
- Sanierung der Gebäudehülle mit vorgefertigten Fassadenelementen in Holzrahmenbauweise inklusive Fenster, Lüftung mit Wärmerückgewinnung
- Dämmung der Kellerdecke
- Minimalinvasie Erneuerung der Heizungs- und Wasserrohre zwischen alter und neuer Fassade
- Zentrale Wärmepumpe
- Photovoltaikanlagen auf den Dächern
- Trinkwasserinstallation inkl. Bäder
- Erneuerung der Elektroinstallation vom Hausanschluss bis zum neuen Unterverteiler in der Wohnung
- Neue Abdichtung des Flachdaches inkl. erhöhter Wärmedämmung
Besonderheiten:
Um das Stuttgarter Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen, muss die SWSG ihre jährliche Sanierungsrate in den verbleibenden 9 Jahren deutlich steigern. Angesichts steigender Bau- und Finanzierungskosten sowie fehlender Fachkräfte wird dies ohne serielle Sanierungslösungen kaum realisierbar sein. 2024 hat die SWSG ihre Sanierungsquote erstmalig auf vier Prozent gesteigert. Das ist mehr als viermal so viel wie die bundesweite Sanierungsrate, die aktuell bei 0,7 Prozent liegt. Im Hinblick auf die klimagerechte Transformation des Gebäudebestands nimmt das Stuttgarter Wohnungsunternehmen damit deutschlandweit eine Vorreiterrolle ein.
Die serielle Sanierung war deutlich schneller und sogar etwas günstiger als eine konventionelle. Wir sind sehr zufrieden. Weitere serielle Sanierungsprojekte werden folgen.
Frank Riethmüller
Bereichsleiter Baumanagement Bestand bei der SWSG


