
Badwiesen 2030: Genossenschaftliches Wohnen 2.0 | Kirchheim
| Auf einen Blick | Hintergrund & Herausforderungen | Maßnahmen | Weitere Meldungen zum Projekt | Bilder des Projekts
Mit dem Projekt „Badwiesen 2030” zeigt die Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen, wie genossenschaftliches Wohnen 2.0 aussehen kann: Acht Mehrfamilienhäuser aus den 60er Jahren werden in den nächsten zehn Jahren seriell saniert, aufgestockt, nachverdichtet und zu einem nachhaltigen Quartier mit hohem Wohlfühlfaktor weiterentwickelt.
Auf einen Blick
Bauabschnitt 1:
- Adresse: Badwiesen 5-7, 73230 Kirchheim / Teck
- Anzahl der Gebäude: 4 Mehrfamilienhäuser
- Anzahl der Vollgeschosse: 4 + 1 (Bestand), 5 (Neubau)
- Anzahl der Wohnungen aktuell: 48
Nach der Aufstockung und Nachverdichtung: 68 - BGF aktuell: 7.795 m2
Nach der Aufstockung und Nachverdichtung: ca. 11.928 m2 - Baujahr: 1966
- Sanierungszeitraum 1. Bauabschnitt: Sommer 2024 – Winter 2026
- Energieeffizienzniveau nach der Sanierung: KfW 55
- CO2-Reduktion: -90 %
- Investitionsvolumen 1. Bauabschnitt: 25 Mio. Euro
Hintergrund & Herausforderungen
Die Bedeutung des genossenschaftlichen Wohnens hat in den vergangenen 20 Jahren eine Renaissance erlebt. Insbesondere in der Wirtschaftsregion Stuttgart wird Wohnraum immer knapper und teurer. Mit attraktiven Angeboten und fairen Nutzungsgebühren von durchschnittlich 7,80 Euro pro Quadratmeter tragen Wohnungsgenossenschaften wie die Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen zur Entspannung des Wohnungsmarktes bei. Dementsprechend groß ist die Nachfrage: Im vergangenen Jahr erhielt die Kreisbaugenossenschaft 2.577 Anfragen für 114 verfügbare Bestandswohnungen. Doch angesichts steigender Kosten, fehlender Fachkräfte und ungünstiger Rahmenbedingungen wird Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für sozialorientierte Genossenschaften zunehmend zum Spagat.
Maßnahmen
- Sanierung der Gebäudehülle mit vorgefertigten Fassadenelementen in Holzrahmenbauweise
- Aufstockung des Gebäudeensembles
- Ergänzungsbauten in Holzbauweise
- Erneuerung der Gebäudetechnik über die Fassade
- Heizenergie über Abwasser-Wärmepumpen
- Solarstrom über Photovoltaikanlagen auf den Dächern
Besonderheiten:
Das Projekt Badwiesen 2030 ist das größte Bauvorhaben in der Geschichte der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen. Acht Bestandsgebäude aus den 60er-Jahren werden seriell saniert, modernisiert und aufgestockt. Fünf Neubauten in Holzhybridbauweise ermöglichen eine nachhaltige Nachverdichtung des Quartiers. Auf gleicher Grundfläche entstehen durch den Mix aus Aufstockung und Neubau zu den 192 bereits vorhandenen Bestandswohnungen 120 weitere. Nachhaltige Energie-, Mobilitäts- und Grünflächenkonzepte runden das Projekt ab.
Insgesamt 100 Millionen Euro investiert die Kreisbaugenossenschaft in das Quartier. Die Badwiesen sind Teil der Internationalen Bauausstellung 2027 in Stuttgart. Für die IBA zeigt das Projekt auf vorbildliche Weise, wie Zeilenbauten aus den 60er Jahren, die in vielen deutschen Städten zu finden sind, seriell saniert und nachhaltig weiterentwickelt werden können.
Die Badwiesen sind unser Real-Labor für nachhaltiges und klimaneutrales urbanes Leben und Wohnen. Wir haben in dieses Bauvorhaben so ziemlich alles gepackt, was zukunftsweisend ist.
Bernd Weiler
Vorstand Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG
Die Kreisbau hat sich das ökologische Bauen, den sparsamen Umgang mit Ressourcen und die energetische Optimierung und Modernisierung ihres Wohnungsbestandes zum unternehmerischen Leitprinzip gemacht.
Stephan Schmitzer
Vorstand Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen eG
Das Vorhaben ‚Badwiesen2030‘ steht für die Orientierung an gebauten und gewachsenen Strukturen. Die bestehenden Gebäude werden erhalten und mit seriellem Holzbau saniert und aufgestockt. Hier gelingt beispielgebend die klimagerechte und gleichzeitig soziale Weiterentwicklung eines Quartiers.
Sascha Rudolf
Projektleiter IBA 2027







