Was Eigenheimbesitzende von Sanierung erwarten
1.532 Eigenheimbesitzende wurden zu ihren Erwartungen an Sanierungsangebote befragt. Die Ergebnisse zeigen Prioritäten für die Entscheidung zur energetischen Sanierung.
Was macht ein Sanierungsangebot für Eigenheimbesitzende attraktiv? Eine neue Befragung von co2online GmbH im Auftrag der dena zeigt: Im Mittelpunkt stehen vor allem die erreichte Energieeinsparung, Transparenz und Verlässlichkeit. Im Juli 2026 wurden 1.532 Eigenheimbesitzende dazu befragt, welche Anforderungen sie an Sanierungsangebote stellen und welche Leistungen ihre Entscheidung für einen Anbieter beeinflussen. Ziel war es, die Erwartungen potenzieller Kundinnen und Kunden anhand vorgegebener Merkmale besser zu verstehen und daraus Hinweise für die Gestaltung attraktiver Sanierungsangebote abzuleiten.
Durchgeführt wurde die Befragung von der co2online gemeinnützige GmbH im Auftrag des dena-Energiesprong-Teams und mit Unterstützung des Instituts für ZukunftsEnergie- und Stoffstromsysteme gGmbH (IZES).

Klare Erwartungen an den Sanierungsprozess
Besonders wichtig sind den Befragten vollständige und verständliche Planungsunterlagen sowie eine verbindliche Kostenaufstellung. Auch eine Auswahlmöglichkeit bei der Gestaltung, messbare Energieeinsparungen und ein nachgewiesener Energiestandard gehören für viele zu den grundlegenden Anforderungen. Damit wird deutlich: Eigentümerinnen und Eigentümer wollen vor einer Sanierung vor allem wissen, was auf sie zukommt, was es kostet und welches Ergebnis sie erwarten können.

Unterschiedliche Wege, unterschiedliche Bedürfnisse
Die Befragung zeigt zugleich, dass es nicht den einen Sanierungsweg für alle gibt. Wer sich mit einer Vollsanierung beschäftigt oder diese bereits durchgeführt hat (ca. 13 Prozent der Befragten), steht einer ganzheitlichen Sanierung in einem Schritt eher offen gegenüber. Eigentümerinnen und Eigentümern, die in Richtung einer Teilsanierungen tendieren (ca. 87 Prozent der Befragten) wünschen sich dagegen eine schrittweise Sanierung.
Für serielle Sanierung bedeutet das: Standardisierte Lösungen müssen mit unterschiedlichen Ausgangssituationen und Sanierungsstrategien vereinbar sein. Beim diesjährigen Energiesprong-Festival wurden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde auch hervorgehoben, dass es den Kundinnen und Kunden nicht nur um Kosten und technische Qualität geht, sondern insgesamt um Zuverlässigkeit und Vertrauen über den gesamten Sanierungsprozess hinweg, beispielsweise durch eine kontinuierliche Projektbegleitung.
„Die Befragung zeigt, wo serielle Sanierung ihre Stärken ausspielen kann: bei einer verlässlichen Planung, transparenten Kosten und einem gut kalkulierbaren Bauablauf – aktuell noch insbesondere für die Zielgruppe der Vollsanierer. Diese Erkenntnisse in die Branche zu tragen, sehen wir als unsere Aufgabe im Energiesprong-Team, um den Markt im Einfamilienhausbereich weiter voranzubringen.“
Nils Bormann, Seniorexperte Kompetenzzentrum Serielles Sanieren/Energiesprong DE
Einordnung
Die Befragung ist nicht repräsentativ für alle Eigenheimbesitzenden in Deutschland. Ein großer Teil der Teilnehmenden wurde über die Community und Newsletter von co2online erreicht. Ein weiterer Teil sind Befragte des Bundesverbands Wohneigentum (VWE). Die Ergebnisse sind daher als Stimmungsbild einer überwiegend bereits energie- bzw. sanierungsinteressierten Zielgruppe mit hohem Haushaltseinkommen zu verstehen.
