Vorgefertigte TGA-Lösungen für die serielle Wärmewende
Branche startet gemeinsamen Standardisierungsprozess für serielle Gebäudetechnik. Auftakt für weitere Zusammenarbeit für Sichtbarkeit und Transparenz.

Mit rund 30 Akteurinnen und Akteuren aus der Industrie wurde der Startpunkt für einen offenen, kollaborativen Standardisierungsprozess für TGA-Lösungen in der seriellen Sanierung gelegt.

Vorgefertigte und modular integrierbare TGA-Lösungen sind ein wichtiger Baustein, um die serielle Wärmewende im Gebäudebestand zu skalieren. Doch bislang fehlt es an Markttransparenz, vergleichbaren Lösungsansätzen und herstellerübergreifenden Standards. Genau hier setzt der Branchenworkshop „Vorgefertigte TGA-Lösungen als Game-Changer für die serielle Wärmewende“ an, den das Energiesprong-Team der Deutschen Energie-Agentur (dena) gemeinsam mit der Branche am 5. Februar durchgeführt hat.
Gemeinsam mit rund 30 Akteurinnen und Akteuren aus der Industrie wurde der Startpunkt für einen offenen, kollaborativen Standardisierungsprozess gelegt – mit dem Ziel, TGA-Lösungen, die in der seriellen Sanierung zum Einsatz kommen, sichtbar, transparent, vergleichbar und breit einsetzbar zu machen. Und auch einen Grundstein für ein gemeinsames Vorreiter-Netzwerk zu legen.
Von Einzelprodukten zu vergleichbaren Lösungen
Im Mittelpunkt des Workshops stand eine zentrale Frage: Wie schaffen wir eine praktikable Übersicht serieller TGA-Lösungen, die insbesondere Bestandshaltenden echte Orientierung bietet?
Aus dem Workshop heraus haben sich vier zentrale Arbeitsfelder ergeben, die nun in Mikroteams weiterentwickelt werden:
- eine Lösungsmatrix für serielle TGA,
- ein Produkt- bzw. Konzeptkatalog,
- standardisierte Ansätze für Energiezentralen,
- sowie Innovations- und Prozessfragen.
Diese Arbeiten fließen in die Weiterentwicklung des bestehenden Produktkatalogs für serielle Sanierung ein, der bislang den Fokus auf Fassadensysteme legt und künftig um den Bereich TGA ergänzt wird.
Zusammenarbeit als Schlüssel zur Skalierung
Der Workshop bestätigte wieder einmal, welches Potenzial in kooperativen Formaten liegt. Statt klassischer Konkurrenzlogiken standen gemeinsame Lösungen und Marktakzeptanz im Vordergrund.
„Das ist ein großer Mehrwert, den das Energiesprong-Netzwerk der Industrie bietet – da leistet man gerne seinen Beitrag. Der Austausch auf Augenhöhe ist besonders. Man geht mit dem Gefühl, dass Lösungen im Vordergrund stehen – nicht Konkurrenz.“
Jochen Faller, Beck & Heun
Einladung zur Mitgestaltung
Der Workshop markiert nicht den Abschluss, sondern den Auftakt eines offenen Branchenprozesses. Ziel ist es, gemeinsam einen neuen Standard für serielle TGA zu schaffen – als Grundlage für mehr Vergleichbarkeit, Marktakzeptanz und Skalierung in der seriellen Sanierung. Akteure aus Industrie, Planung und Wohnungswirtschaft sind ausdrücklich eingeladen, sich in die weiteren Arbeitsphasen einzubringen.
Das Energiesprong-Team der dena bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden für den offenen Austausch, die konstruktiven Impulse und die Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit. Bei Interesse oder Rückfragen wenden Sie sich gerne an Elia Cardone, Kian Giahi, Nico Gorsler oder Joseline Silva Cousiño.






