Serielles Sanierungsprojekt in Frankfurt-Ostend mit RealGreen Award ausgezeichnet
Für die sozialverträgliche serielle Sanierung eines ineffizienten Mehrfamilienhauses in der Frankfurter Ostendstraße 61 wurde die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bei der Verleihung des diesjährigen RealGreen Awards mit dem Sonderpreis „Exzellenz in der Bestandstransformation“ ausgezeichnet.

Marc Förster von der Abteilung Liegenschaften der Deutschen Stiftung Denkmalschutz nahm die Auszeichnung sichtlich erfreut entgegen.
Geplant vom Architekten Prof. Kay Künzel (Raum für Architektur) und gebaut von Holzbau Kappler wurde hier ein Modellprojekt realisiert, das in vielerlei Hinsicht Maßstäbe setzt: Es ist die erste serielle Sanierung eines siebengeschossigen Gebäudes in Deutschland. Das Apartmenthaus erhielt eine neue, hochisolierte Gebäudehülle aus vorgefertigten Holzelementen. Diese sorgt für optimalen Hitze- und Kälteschutz sowie niedrige Energieverbräuche. Photovoltaikmodule auf dem Dach und Teilen der Fassade versorgen die 32 Mietparteien mit Solarenergie für Heizung, Warmwasser und Haushaltsstrom. In Kombination mit einem Batteriespeicher, einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie smarter Gebäudetechnik wird mit diesem Sanierungskonzept die höchste Energieeffizienzklasse KfW 40 Plus erreicht.


Der von der Deutschen Unternehmerinitiative Energieeffizienz e. V. (DENEFF) ausgelobte RealGreen Award ist eine Auszeichnung für Immobilien- und Wohnungsunternehmen sowie kommunale und institutionelle Bestandshaltende. Der jährlich verliehene Preis prämiert die besten umgesetzten Projekte zur Reduktion von Energieverbräuchen und CO₂-Emissionen in Bestandsimmobilien.
Bundesumweltminister Carsten Schneider, Schirmherr des diesjährigen RealGreen Awards, betonte: „Die Gebäude der Zukunft sind aus nachhaltigen Stoffen gebaut und werden klimafreundlich geheizt. Dass wir diese Trendwende schaffen, ist für unsere Gesellschaft enorm wichtig. In dieser Hinsicht sind die Gewinner des RealGreen Award echte Vorreiter und laden zum Nachmachen ein. Daher fördert das Umweltministerium den Award schon seit vielen Jahren, um ihre Erfolgsgeschichten und innovativen Lösungen auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen.“

Susann Bollmann, Mitglied der DENEFF-Geschäftsleitung, ergänzte: „Die ausgezeichneten Projekte zeigen: Unternehmen gehen die Transformation des Gebäudebestands längst an. Sie investieren, entwickeln Lösungen und setzen Klimaschutz wirtschaftlich um. Die Lösungen sind da. Jetzt braucht es die richtigen politischen Rahmenbedingungen und Planungssicherheit, damit aus Vorreitern Standard wird. Mit dem RealGreen Award machen wir sichtbar, dass es geht und wie es geht.“
