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Energiesprong erhält World Green Building Council Award 2018

dena treibt Marktentwicklung für serielles Sanieren in Deutschland voran

Preisverleihung: Jasper van den Munckhof, Gründungsdirektor von Energiesprong, erhält den David Gottfried Global Green Building Entrepreneurship Award von Lisa Bate, der Vizevorsitzenden des World Green Building Council (WorldGBC). Foto: WorldGBC

Die internationale Energiesprong-Initiative hat den renommierten David Gottfried Global Green Building Entrepreneurship Award erhalten. Energiesprong bietet ein nachhaltiges Sanierungsmodell für Gebäude mithilfe von Digitalisierung, standardisierten Prozessen und vorgefertigten Bau- und Technikelementen. In Deutschland koordiniert die Deutsche Energie-Agentur (dena) die Initiative, gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Uwe Bigalke, dena-Teamleiter und Leiter des Marktentwicklungsteams von Energiesprong Deutschland, sagt: „Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten! Die Auszeichnung zeigt, dass Energiesprong ein international zukunftsweisendes Sanierungsmodell und ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der Klimaziele ist. Es bietet in den verschiedensten Märkten Lösungen für das eine große Ziel: komfortables und bezahlbares Wohnen mit zukunftssicheren Energiestandards für eine breite Masse verfügbar zu machen. In Deutschland sehen wir große Potenziale für diesen Ansatz.“

Weltweite Transformation zum klimaneutralen Gebäudebestand vorantreiben
Jasper van den Munckhof, Gründungsdirektor von Energiesprong, erhielt den Preis von Lisa Bate, der Vizevorsitzenden des World Green Building Council (WorldGBC), bei einer Gala am 6. Juni in Toronto im Rahmen des "Building Lasting Change 2018 with WorldGBC Congress Canada". Der David Gottfried-Preis des WorldGBC würdigt Persönlichkeiten und Initiativen, die mit wegweisenden Konzepten und innovativem Unternehmergeist dazu beitragen, die Green Building-Bewegung weltweit voranzubringen.

Tai Lee Siang, Vorsitzender des WorldGBC, sagt: „Es ist wirklich inspirierend, wie Energiesprong die globale Green Building-Bewegung voranbringt. Wir glauben, dass das Energiesprong-Modell viele Hemmnisse angeht, die eine breite Umsetzung von umfassenden Sanierungen bisher blockiert haben. Innovative Modelle wie dieses können dazu beitragen, unser Ziel der Dekarbonisierung des Gebäudebestands bis 2050 zu erreichen.“

Jasper van den Munckhof sagt: "Allein in Europa müssen pro Jahr vier Millionen Wohnungen aufgrund anstehender Wartungs- oder Modernisierungsarbeiten saniert werden. Für einen großen Teil dieses Bestands bietet Energiesprong eine Lösung an, indem es die sowieso anstehenden Sanierungen zu schnellen, erschwinglichen und qualitativ hochwertigen Nullenergiesanierungen aufrüstet. Die zusätzlichen Investitionen, die zur Erreichung des Nullenergiestan-dards nötig sind, werden durch die Energieeinsparung gedeckt. Den zusätzlichen Komfort, die lange Haltbarkeit und die Ästhetik bekommt man kostenlos.“

Mit der Auszeichnung wird Energiesprong Teil einer illustren Liste früherer David Gottfried Award-Preisträger. So ging der Preis im letzten Jahr an William McDonough und Professor Dr. Michael Braungart, Co-Macher des Cradle to Crad-le® Design Frameworks, das Produkte nach dem Prinzip einer potenziell unendlichen Kreislaufwirtschaft konzipiert. Auch Pierre-André de Chalendar, CEO des Bauunternehmens Saint Gobain und Nils Kok, Gründer und CEO der auf Nachhaltigkeit ausgelegten Bewertungsagentur GRESB, haben den Preis bereits gewonnen.

Über Energiesprong
Das Energiesprong-Prinzip wurde in den Niederlanden entwickelt und dort bereits in mehr als 4.000 Gebäuden umgesetzt, weitere 100.000 sind in Planung. Das Sanierungskonzept setzt auf Digitalisierung, standardisierte Prozesse und vorgefertigte Bau- und Haustechnikelemente, mit denen ein klimaneutraler Energiestandard zu erschwinglichen Kosten realisiert werden kann. Auch in Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und in den USA entwickeln Energiesprong-Teams Lösungen für die jeweiligen Märkte. In Deutschland wird Energiesprong von der dena vorangetrieben und durch das BMWi finanziert. Gemeinsam mit innovativen Unternehmen der Bau- und Wohnungswirtschaft wird das Energiesprong-Prinzip an den deutschen Markt angepasst und ein erster Absatzmarkt entwickelt. Die Teilnahme an der Initiative ist für Wohnungs- und Bauunternehmen kostenfrei.

Weitere Informationen zur Energiesprong-Initiative unter www.energiesprong.de sowie www.energiesprong.eu