Technik-Exkursion zeigt Umsetzungsdetails

Bauunternehmen besichtigen Energiesprong-Baustelle in den Niederlanden

Welche neuartigen Sanierungsmethoden wenden niederländische Unternehmen beim Energiesprong-Prinzip an? Davon konnten sich deutsche Bauunternehmen bei einer Exkursion in die Niederlande im März ein Bild machen. Die deutschen Unternehmen bereiten sich derzeit auf Ausschreibungen vor, die im Sommer in Deutschland nach dem Energiesprong-Prinzip starten sollen.

Die Delegation aus Deutschland besichtigte eine Baustelle in Zoetermeer, wo die Baufirma Dura Vermeer die ersten von 1.000 Reihenhäusern fertigstellt. Die Bauarbeiten sind Teil eines Rahmenvertrages, der insgesamt 11.000 Häuser umfasst und 2013 zwischen Wohnungsgesellschaften und Bauunternehmen geschlossen wurde. Dura Vermeer garantiert der örtlichen Wohnungsgesellschaft unter anderem, dass die 85 Quadratmeter großen Reihenhäuser 40 Jahre lang so viel Energie erzeugen, wie sie verbrauchen.

Fragen zur eingesetzten Haustechnik konnten die Experten im Anschluss an den Gründer des Energiemodul-Anbieters Factory Zero stellen. Das Unternehmen liefert neuartige, fertig montierte Module, die neben den Häusern aufgestellt werden. Die Module beinhalten eine Wärmepumpe, Wechselrichter, Be- und Entlüftung, Wärmespeicher sowie Mieterinformations-Bildschirme und sind schnell und kostengünstig zu installieren.

Ron van Erck, Leiter des internationalen Energiesprong-Teams, freute sich über den Know-how-Austausch: "Unsere deutschen Partner werden bei den Prototypen 2018 von den Erfahrungen profitieren, die wir in den Niederlanden bei Null-Energie-Sanierungen in den vergangenen Jahren gemacht haben."