Serieller Sanierungsrückblick 2023

Das serielle Sanierungsjahr war vor allem eins: sehr dynamisch. Aufbauend auf den Lösungen und Erfahrungen des Vorreiternetzwerks entwickelt sich ein erster wachstumsstarker Markt.

Mit Start des BEG-Bonus und der Ausweitung von Mehrfamilienhäusern auf Nichtwohngebäude und Einfamilienhäuser stieg das Interesse sprunghaft an - und damit der Bedarf an Informationen, Erfahrungsaustausch, Begleitung und Vernetzung. Hier ein kurzer Rückblick auf 2 Branchen-Events, 3 Exkursionen, 15 Workshops, 118 Fachvorträge und ein sprunghaft gestiegenes Medienecho.

400 Frontrunner bei Energiesprong Convention und Innovation Day

Mehr als 400 Frontrunner trafen sich zu den beiden wichtigsten Branchen-Events rund um die serielle Sanierung – dem Energiesprong Innovation Day am 20. Juni und der Energiesprong Convention am 19. Oktober in Berlin.  Die stark wachsenden Teilnehmerzahlen verdeutlichen die Ausbruchstimmung und Dynamik des seriellen Sanierungsmarktes. Nach erfolgreicher Pilotphase im Mehrfamilienhausbereich wird das hier gesammelte Know-how nun auf ganze Portfolios, höhergeschossige Gebäude, Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Nichtwohngebäude übertragen. Die Ausweitung auf weitere Gebäudetypen spiegelt sich in rasant steigenden Zahlen wider: 49 Projekte wurden fertiggestellt (2022: 4), 25 sind im Bau (2022: 9), 146 weitere befinden sich in unterschiedlichen Planungs- und Vorbereitungsphasen (2022: 51).

Bilder: Claudius Pflug | dena | dena

300 Interessierte gehen mit Energiesprong on tour

Ein besonderes Highlight war die Stippvisite von Robert Habeck am 12.7. im Reallabor für serielle Sanierungslösungen in Mönchengladbach, das der Bundeswirtschaftsminister auf seiner Sommertour besichtigte. Im Rahmen des Veranstaltungsformats „Energiesprong on tour“ hatten auch andere Interessierte die Gelegenheit, einen Blick hinter die vorgefertigten Fassaden des Reallabors zu werfen, sich die baulichen und technischen Details von den planenden und ausführenden Akteuren erläutern zu lassen und mit ihnen über die Best Practices und Lessons Learned zu diskutieren. 2023 führten die Exkursionen, an denen insgesamt mehr als 300 Vertreter aus Wohnungs- und Bauwirtschaft, Architektur- und Planungsbüros sowie Kommunen teilnahmen, neben dem Projekt in Mönchengladbach (14.2.) nach Köln-Zollstock (26.4.) und Herford (30.11.).

Bilder: Rupert Warren | Renowate | Jörg Parsick-Mathieu

900 Teilnehmende bei Kick-off Workshops und Online-Fördertalks

7 Kick-off Workshops, an denen im Durchschnitt 45 Interessierte teilnahmen, boten 2023 einen kompakten Einstieg in die serielle Sanierung. Rund 600 Interessierte nutzen die 8 Online-Fördertalks, um sich über die Fördermöglichkeiten zu informieren. Als Medienpartner stellte die Fachzeitschrift Gebäudeenergieberater die Mitschnitte der Fördertalks auf seinem YouTube Kanal ein, was mit mehr als 1.200 Downloads für zusätzliche Reichweite sorgte. 118 Vorträge hielt das Energiesprong-Team, um Vertretern der Wohnungs- und Bauwirtschaft, Akteuren aus Architektur und Planung sowie Entscheidern auf Bundes- und Landesebene die Vorteile des neuartigen Sanierungsansatzes zu erläutern.

Bilder: dena | ecoworks | dena

2,2 Mio. Reichweite für Arte-Doku

Mit 236 Berichten in Presse, Funk und Fernsehen zählte das serielle Sanieren zu den Top-Themen rund um die Wärmewende. Die größte Reichweite erzielte die Arte-Doku „Gute Nachrichten vom Planeten – Wie wir Städte lebenswerter machen“ mit 2,2 Mio. Zuschauerinnen und Zuschauern. Auf Platz 2 rangierte eine vom Stern veröffentlichte dena-Presseinformation mit einem Statement von Geschäftsführerin Kristina Haverkamp zum aktuellen Stand der Marktentwicklung (1, 4 Mio.), Platz 3 im Reichweiten-Ranking nahm ein FAZ-Artikel zum Besuch von Bundeswirtschaftsminister Habeck im Reallabor in Mönchengladbach ein (940.000), gefolgt vom NDR Podcast „Mission Klima“ (830.000).