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Energiesprong-Pilotprojekte: Warum sie so wichtig sind

Sie sind Wegbereiter eines neuen Markts mit riesigem Potenzial und Sanierungsvolumen. Erste Vorreiter ebnen mit Energiesprong-Projekten den Weg für neue Konzepte und entwickeln Baukastenlösungen für serielle Sanierungen. Werden Sie jetzt Teil der Bewegung.

Bild: Alexander Fuchs / B&O Bau NRW GmbH

Die Sanierungsarbeiten auf den Energiesprong-Baustellen nehmen zu – neue Projekte sind in der Pipeline und die nächsten Piloten stehen kurz vor der Fertigstellung. Nach 100 fertiggestellten Wohneinheiten zu Anfang 2022 sollen Ende 2022 bereits über 500 Wohneinheiten seriell saniert sein. Weitere Wohnungsfirmen arbeiten bereits an Portfolioausschreibungen. Ein erstes Pilotprojekt in Hameln wurde Anfang 2021 fertiggestellt.

Noch ist das serielle Energiesprong-Sanieren in einer ersten Pilotphase. Hier geht es darum, zu einem Baukasten für serielle Sanierungslösungen zu kommen: Konzepte werden erstellt, Prozesse angepasst, Kosten berechnet, Alternativen für Komponenten gesucht und neue Komponenten entstehen. Baufirmen und Eigentümer finden zueinander und die Lösungsanbieter entwickeln anhand der gemachten Erfahrungen ihre Produkt-Baukästen für das serielle Sanieren. Diese ersten Piloten sind enorm wichtig und bilden die Grundlage für den weiteren Prozess.

Einen Überblick zu den aktuellen Pilotprojekte finden Sie hier.

Piloten ebnen den Weg zur serienreifen Lösung

Die Pilotprojekte bringen wichtige Erfahrungen zur Weiterentwicklung und Optimierung: Sie zeigen, dass serielle NetZero-Lösungen möglich sind und machen zugleich sichtbar, wo Verbesserungen, auch beim Prozess, notwendig sind, damit schließlich der Baukasten für serielles Sanieren entsteht, der in der Breite eingesetzt werden kann. Unternehmen, die einen ersten Piloten (fast) abgeschlossen haben, wissen bereits jetzt sehr genau, wo der Prozess verbessert und Kosten gespart, wo Bauteile optimiert, besser aufeinander abgestimmt oder neu entwickelt werden müssen.

Wie bei allen neuen Produkten, werden einige Projekte nötig sein, um zur ersten serienreife Lösung zu kommen – einer Version 1.0, die alle Energiesprong-Kriterien (NetZero & hohe Bauqualität, kurze Umsetzungsdauer, niedrige Kosten/ Warmmietenneutralität, einfache Umsetzung/ Attraktivität) gleichzeitig erfüllt. Diese Versionen 1.0 werden dann immer weiter optimiert, können in Serie produziert und am Markt angeboten werden.

Ein neuer Markt entsteht – mit einem riesigen Potenzial in Deutschland und Europa

Alleine im Bereich der kleineren Mehrfamilienhäuser liegt das Sanierungsvolumen geschätzt bei mehr als 100 Mrd. Euro. Das sind vor allem Gebäude aus den 50er bis 70er Jahren mit einfacher Gebäude- und Fassadenstruktur und einem hohen Energieverbrauch von 130 kWh /(m² a). Auf diese Mehrfamilienhäuser fokussiert sich die aktuelle Pilotphase der Marktentwicklung des seriellen Sanierens. Hinzu kommen Nichtwohngebäude wie Schulen und Bürogebäude. Im Bereich der Einfamilienhäuser sind nach Schätzungen der dena rund vier Millionen Häuser grundsätzlich für eine serielle Sanierung geeignet.

Ein starkes Netzwerk aktiver Unternehmen – seien Sie dabei

Die aktuelle Pilotphase lebt von einem sehr engagierten Netzwerk von Vorreiter*innen aus der Wohnungs- und Bauwirtschaft, die derzeit Piloten planen oder umsetzen und auch schon den nächsten Schritt in Richtung von Portfolios, größeren Serien planen bzw. aufbauend auf diesen Erfahrungen, mit einer Produkt-/Prozessoptimierung für Skalierung vorbereiten.

Zusätzlich zu diesen sichtbaren Projekten gibt es viele weitere aktive Unternehmen. Hier findet viel Arbeit im Hintergrund statt – die Sanierungen selbst sind quasi die Spitze des Eisbergs. Viele Lösungen werden erst einmal auf dem Papier ausprobiert, kostengünstige und praktikablere Alternativen für Komponenten (z.B. Fassaden-/PV-Dachelemente, Haustechnikmodule) gesucht oder sogar neu entwickelt, bis wir sie dann in einem ersten Piloten sehen.

Wir vom Marktentwicklungsteam begleiten und beraten die Unternehmen bei der Planung und Umsetzung von Pilotprojekten – durch persönliche Gespräche, regelmäßige Netzwerk-Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit.

Von Erfahrungen anderer lernen – vom politischen Rückenwind profitieren

Die Bedingungen für diese Entwicklungsarbeit, von der die gesamte Branche in Zukunft profitieren wird, sind gerade sehr gut: Es gibt erste Piloterfahrungen, auf denen aufgebaut werden kann, eine starke und zunehmende Nachfrage seitens der Wohnungswirtschaft und erste Lösungsanbieter – hier braucht es aber noch mehr Dynamik und Angebote aus der Baubranche.

Serielles Sanieren wird politisch unterstützt und gefördert: Seit 2021 gibt es ein Förderprogramm serielle Sanierung, das gezielt technologische und konzeptionelle Innovationen für serielle Gebäudesanierungen fördert. Weitere Unterstützung, auch über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), sind im Koalitionsvertrag der Bundesregierung geplant.

Und nicht zuletzt begleiten und unterstützen wir als Marktentwicklungsteam. Wenn das serielle Sanieren für Sie uns Ihr Unternehmen interessant ist, bitte kontaktieren Sie uns.

Wenn Sie bereits aktiv sind, tragen Sie sich jetzt in unsere Lösungsanbieter-Plattform ein, um von nachfragenden Unternehmen gefunden zu werden.

Einen guten Einblick in das seriellen Sanieren und den aktuellen Stand der Marktentwicklung geben unsere regelmäßigen digitalen Kick-Off Workshops – Einführung in das serielle Sanieren. Für Interessierte Unternehmen der Bauseite bieten wir neuerdings Kick-Off Workshop – Einstieg Bauwirtschaft in die serielle Sanierung an.

Wir freuen uns auf Sie!