Meldung

LEG startet Reallabor für serielles Sanieren nach dem Energiesprong-Prinzip

Das Wohnungsunternehmen LEG beauftragt drei Baufirmen parallel seriell nutzbare Sanierungsverfahren nach dem Energiesprong-Prinzip zu entwickeln und Wohnhäuser auf den Net-Zero-Standard zu modernisieren. Ziel sind skalierbare und kostengünstigere Sanierungskonzepte.

„Die zu erprobenden Verfahrenstechniken versprechen erst durch Skalierbarkeit die notwendigen Kostenvorteile zu generieren, daher haben wir uns, gemeinsam mit der dena vorgenommen, ähnlich des Open Source-Konzepts bei der Softwareentwicklung, die Erkenntnisse transparent zu machen, um schneller in die Skalierung zu kommen.“

Dr. Volker Wiegel, COO der LEG

Das Wohnungsunternehmen LEG aus Düsseldorf startet in Mönchengladbach ein Reallabor für serielles Sanieren nach dem Energiesprong-Prinzip. Drei Bauunternehmen wurden beauftragt für jeweils ein Drittel der Gebäude ein seriell nutzbares Sanierungsverfahren nach dem Energiesprong-Prinzip zu entwickeln und diese Gebäude in Net-Zero-Standard zu modernisieren. Die Gebäude, Baujahr 1956, sind jeweils 2-geschossig, haben vier bis sechs Wohnungen und mit der Energieeffizienzklasse H einen hohen Energieverbrauch. Die LEG möchte hier klimaneutrales Wohnen ermöglichen ohne dass die Mieten signifikant steigen müssen.

Alle drei beauftragten Unternehmen B&O aus Bad Aibling, Fischbach aus Essen und Renolution aus Haaksbergen, Niederlande sind Mitglieder im NetZeroNow-Netzwerk, in dem Energiesprong Unternehmen begleitet, die erste serielle Sanierungen planen und umsetzen.

Jedes Unternehmen wird für die Modernisierungen unterschiedliche Technologien und Ansätze verwenden. So soll erprobt werden, wie die Sanierungskonzepte sich unter realen Bedingungen anwenden und verbessern lassen. Die LEG möchte bewusst den Austausch zwischen den Projektbeteiligten fördern Ziel des Reallabors ist es laut der LEG: "Sanierungskonzepte zu entwickeln, die skalierbar sind, dadurch kostengünstiger werden und helfen, die Energiewende zu beschleunigen".

„Dieses Projekt ist allein schon aus rein technischer Sicht sehr anspruchsvoll und spannend. Die Gebäude werden mithilfe von 3-D-Scans erfasst und Fassaden- und Solardachelemente millimetergenau vorgefertigt – inklusive der Fenster, der Dämmung und der Außenverkleidung. Die fertigen Elemente werden dann am Gebäude montiert. Ebenfalls vormontiert wird ein Energiemodul, das die gesamte Haustechnik enthält, z.B. eine Wärmepumpe, die die alte Heizung ersetzt, ein Warmwasserspeicher, eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie die Elektronik für die Photovoltaik-Anlage und das Monitoring. Das Modul wird komplett auf die Baustelle geliefert und muss vor Ort nur noch angeschlossen werden“, so Uwe Bigalke, Teamleiter Energieeffiziente Gebäude der dena.

Die vollständige Pressemitteilung der LEG finden Sie hier.